Was ist ein Energieeffizienzhaus?

Was wird als Energieeffizienzhaus bezeichnet?

Unter einem Energieeffizienzhaus versteht man ein Gebäude, welches sich im Hinblick auf den Energieverbrauch nach dem ökonomischen Prinzip ausrichtet – mit minimalem Energieaufwand, den besten Nutzen zu erzielen.

Intelligente energie

Intelligente energie

Der Begriff Energieeffizienzhaus wurde in der Vergangenheit immer wieder genutzt. Jedoch ist bis heute vielen nicht verständlich, was der Begriff darstellt. Der Begriff und die Richtlinien für Energieeffizienzhäuser wurde damals von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) eröffnet, die unterschiedliche Energieeffizienzhäuser differenziert:

  • KfW-Energieeffizienzhaus 40
  • KfW-Energieeffizienzhaus 55
  • KfW-Energieeffizienzhaus 70

In diesem Zusammenhang kommen nachstehende Begriffe immer wieder vor:

  • Niedrigenergiehaus
  • Passivhaus
  • Plusenergiehaus

Häuser mit Energieeffizienz werden so bezeichnet, weil die Energiezuführung hierbei in großem Volumen durch eine mehrfache Nutzung durch im Haus befindliche Wärmetauscher einbehalten wird.

Durch die stetig steigenden Kosten für Energie, ist es für den umsichtigen Bauherren nur logisch, sich mit dieser Thematik auseinanderzusetzen.

Die Häuser für Energieeffizienz in der Übersicht

Hier kommt es unverzüglich zu Unstimmigkeiten, da jedes Energieeffizienzhaus sich durch einen minimalen Verbrauch von Energie auszeichnet. Einsparungen von Energie können zum Beispiel durch nachfolgende Faktoren erreicht werden:

  • besondere natürliche und synthetische Dämmstoffe
  • eine dreifache Verglasung
  • die Nutzung von regenerativen Quellen zur Energieerzeugung (u.a. Pumpe für die Erdwärme, Photovoltaik)

Für die Einstufung eines Energieeffizienzhauses ist die Energieeinsparverordnung (EnEV) notwendig. Darin sind die Werte für den Energieverbrauch oder den Heizwärmebedarf geregelt. Das Plusenergiehaus ähnelt einem Nullenergiehaus, weil die jährliche Energiebilanz positiv ausfällt. Bei einem passiven Haus tendiert der Energieverbrauchswert fast gegen Null. Das KfW Energieeffizienzhaus 55 verzeichnet einen Energieverbrauchswert von 55, während das KfW Energieeffizienzhaus 70 beispielsweise den Energieverbrauchswert 70 wiedergibt. Die Energieeffizienzhäuser der Kreditanstalt für Wiederaufbau zeige dadurch auf, dass ein Haus nur eine bestimmte Energieanzahl verbrauchen darf. Beim KfW Energieeffizienzhaus 55 sind dies zum Beispiel 55 Kilowattstunden jährlich pro Quadratmeter Wohnfläche, die keinesfalls darüber hinausgehen dürfen. Die angegebene Anzahl ist mit ungefähr sieben Liter Heizöl jährlich pro Quadratmeter vergleichbar.

Ein Beispiel zur Gegenüberstellung

Eine durchschnittliche Immobilie, die in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts errichtet wurde, besitzt einen Energieverbrauchswert von ungefähr 280. Auch neuere Immobilien, die unter anderem vor dreißig Jahren errichtet wurde und seitdem keine Modernisierung erhielten, erzielen noch einen Energieverbrauchswert von 170. Hiermit wird verdeutlicht, dass durch die neuen Bezeichnungen insbesondere auf ein Ziel fokussiert wird. Soviel wie möglich Energie zu sparen, um somit die bereits seit langer Zeit beschlossenen Erwartungen im Rahmen der Reduzierung der CO2-Emissionen zu erreichen.

Häuser mit Energieeffizienz gewinnen an Einfluss

Mit einem Energieeffizienzhaus schützen sie nicht nur die Umwelt, sondern auch ihren Geldbeutel.

Mit einem Energieeffizienzhaus schützen sie nicht nur die Umwelt, sondern auch ihren Geldbeutel.

Alle Neubauten müssen heutzutage diesem Standard erfüllen. Hierbei liegen die Erfordernisse noch unterhalb des Bereiches eines KfW Energieeffizienzhauses 55, weil bei neuen Immobilien weniger als 55 Kilowattstunden Energie jährlich pro Quadratmeter erzielt werden dürfen. Die weitere Entwicklung bei einem Niedrigenergiehaus ist andererseits das Passivhaus und ein Nullemissionshaus. Sie benötigen keine Zufuhr von Energie, sondern beheizen sich selbst passiv.

Vor- und Nachteile bei Häusern mit Energieeffizienz

Das Energieeffizienzhaus besitzt eine Menge Vorteile, verfügt allerdings auch über mehrere Nachteile. Von besonderem Vorteil ist die Förderung, die Häuslebauer für die Objekte erhalten. Zinsgünstige Kredite werden von der KfW für KfW Energieeffizienzhäuser 40, 55, 70 und für passive Gebäude vergeben. Damit erhalten Bauherren einen Profit durch die niedrigere finanzielle Belastung. Bei einer positiven Entscheidung für ein KfW Energieeffizienzhaus 40, 55 oder einem Passivhaus , können Bauherren einen Antrag für einen Tilgungszuschuss stellen. Eine Rückzahlung ist nicht erforderlich. Er soll einen Anreiz darstellen, eine sehr sparsame Immobilie zu errichten. Nachteilig sind jedoch die strengen Voraussetzungen, deren Realisation u.a. nur mit den bestmöglichen Materialien erzielt werden kann. Das bedeutet, ein Energieeffizienzhaus wird auf jeden Fall teurer werden, als ein klassisches Haus. Diese additionalen Kosten werden jedoch deutlich geringer spürbar, da davon abgesehen, nur noch Niedrigenergiehäuser errichtet werden dürfen. Die Richtlinien für die Einstufungen wurden 2009 neu geregelt. Als gesetzliche Grundlage diente die Verordnung zur Einsparung von Energie (EnEV). Der Standard 85 ist der niedrigste Bereich, der absolute Höhepunkt bei der Einsparung von Energie stellt der KfW Standard 40 dar. Allerdings sind in der Praxis überwiegend Gebäude anzutreffen, die zu den Kategorien KfW 55 und KfW 70 zählen.

Resümee: Ein Energieeffizienzhaus ist sinnvoll

Ein modernes Haus mit Energieeffizienz ist für den angehenden Bauherren eine perfekte Möglichkeit, auf lange Sicht hohe permanente Nebenkosten bei der Immobilie zu vermeiden. Das Niedrigenergiehaus richtet sich insbesondere an Häuslebauer, die nicht nur preisbewusst, sondern auch auf eine umweltschonende Bauweise berücksichtigen. Zudem werden Hausbesitzer signifikant unabhängiger von Heizöl und Strom. Die staatlichen Förderungen bestehen überwiegend aus speziellen Darlehen und sind mit sehr geringen Zinsen und sehr langen Laufzeiten ausgestattet. Die aktuellen Richtlinien, die Rahmenbedingungen für einen Antrag und die entsprechenden Unterlagen sind direkt auf der Homepage der Kreditbank für Wiederaufbau zu finden.

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