Geldanlage in Immobilien
Eine Geldanlage in Immobilien hat viele Vorteile, sie kann unter Umständen Nachteile haben. Das kann eine unerwartet schlechte Marktlage mit sinkenden Immobilienpreisen sein, aber dieser Fall ist selten (in Ostdeutschland geschah das punktuell zu Beginn der 2000er Jahre). Ansonsten sind die Nachteile bei kluger Investition gut zu vermeiden.
Vorteile der Geldanlage in Immobilien
Die selbst genutzte Immobilie, der weitaus häufigste Fall, bringt den Besitzern abseits aller finanziellen, also anlagetechnischen und steuerlichen Vorteile das große Plus der Sicherheit. Niemand weiß, wie es ihm im Seniorenalter gehen wird. Ein abbezahltes Eigenheim ist ein unüberschätzbarer Vorteil. Die Nebenkosten werden durch jede noch so kleine Rente aufgebracht. Sollten mehrere Immobilien existieren, die vermietet werden können, entsteht eine Zusatzrente. Auch diese kann relativ sicher sein, wenn die Immobilien sicher zu vermieten sind. Und es besteht ein Vermögen, steinernes Geld, das jederzeit flüssig gemacht werden kann, wenn wirklich dringender Bedarf besteht. Die mögliche Wertsteigerung ist hierbei noch gar nicht kalkuliert, von dieser kann jedoch fast immer ausgegangen werden. So wiesen neu gebaute Immobilien (Wohnhäuser) in Deutschland allein zwischen 2007 – 2011 einen Wertzuwachs von 7,2 Prozent auf, sie sind damit inflationssicher. Langfristig über Zeiträume von 30 bis 40 Jahren geht man von durchschnittlichen Wertsteigerungen von etwa zwei Prozent jährlich aus.
Ein weiterer Vorteil ergibt sich in steuerlicher Hinsicht: Jede Zusatzrente muss versteuert werden, eine eingesparte Miete hingegen nicht. Bei einem Steuersatz von 30 Prozent und ersparten Mietkosten von 1.000 Euro monatlich ist das allein ein finanzieller Vorteil von monatlich 300, jährlich 3.600 Euro. Wer Immobilien besitzt und vermietet, kann voraussichtlich von weiter steigenden Mietpreisen ausgehen. Die Anschaffungskosten der Immobilie als Kapitalanlage können sehr wohl steuerlich geltend gemacht werden. Und wer im Jahr 2011 baut oder kauft, sieht sich historisch niedrigen Immobilienzinsen von größtenteils unter 4 Prozent gegenüber. Insbesondere bei der Immobilie als Kapitalanlage sind erhöhte Abschreibungen in der Anschaffungsphase möglich, die allerdings von Experten aufgezeigt werden müssen. Alles in allem ist die Anlage in Immobilien gerade wegen der Immobilität anderen Geldanlagen überlegen, weil sie beständig ist. Nichts ist so komplex im Erwerb und der Veräußerung wie eine Immobilie, daher rührt ihre Wertbeständigkeit. Jede andere Geldanlage wird gern umgeschichtet, und bis auf einige Anleihen und Festgeld gibt es im Jahr 2011 keine sicheren Anlagen. Die nächste Finanzkrise hat im August 2011 soeben begonnen.
Nachteile der Immobilienanlage
Die Nachteile sind bei kluger Investition zu umgehen, sie sollen trotzdem nicht unerwähnt bleiben. Entscheidend ist die Lage der Immobilie. Es gibt gelegentlich Fälle, in denen Regionen ihre wirtschaftliche Bedeutung stark wandeln, in eine Rezession abdriften und damit sinkende Haus- und Grundstückspreise zu verzeichnen haben. Das Ruhrgebiet war schon in den 1990er Jahren davon betroffen, die sogenannten “Zonenrandgebiete” ebenso, einige Regionen Ostdeutschlands zu Beginn der 2000er Jahre. Gegen so einen Trend kann ist man machtlos, der Wert der Immobilie sinkt. Eine Immobilie auszuwählen oder sie zu errichten ist aufwendig und teuer, es wird stets Expertenrat empfohlen. Beim Verkauf einer fremd vermieteten Immobilie ist der § 23 Absatz 1 des Einkommensteuergesetzes zu beachten, erst nach 10 Jahren ist ein Veräußerungsgewinn steuerfrei. Sollte jemand in fünf Jahren ab vier Objekte veräußern, gilt er als gewerblicher Grundstückshändler und wird wesentlich höher besteuert als ein Privatmann.
Die Kapitalanlage Immobilie ist zudem langfristig zu betrachten und nichts für kurze Spekulation, aber gerade darin liegt auch die Gefahr des möglichen Wertverfalls.
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